Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel?

Auf welche Hilfsmittel Sie Anspruch haben

Rebecca Goldbach | 29. August 2014

Wenn Sie eine Pflegestufe haben und von einem Angehörigen gepflegt werden, stehen Ihnen verschiedene Hilfsmittel zu, die die Pflege erleichtern. Dazu gehören neben Einmalhandschuhen und Desinfektionsmittel auch Bettschutzeinlagen.
Was sind zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sollen die Pflege zuhause erleichtern. Die Kosten dafür werden von der Pflegekasse übernommen. | Foto: © Knut Wiarda – Fotolia.com

Als Pflegebedürftige/r benötigen Sie einige Hilfsmittel, die Ihnen und Ihren Angehörigen die Pflegesituation leichter machen. Viele davon werden von der Pflegekasse mitfinanziert. Was Pflegeversicherte oft nicht wissen: Zu diesen Pflegehilfsmitteln gehören nicht nur technische Geräte wie ein Treppenlift oder Gehhilfen wie ein Rollator. Sie haben auch Anspruch auf Verbrauchsartikel wie Desinfektionsmittel.

Welche Hilfsmittel zählen dazu?

Hilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen, wenn sie die Pflege erleichtern, die Beschwerden des Pflegebedürftigen lindern, oder ihm eine selbstständigere Lebensweise ermöglichen. In die Gruppe der Verbrauchsprodukte für die Pflege (genannt Produktgruppe 54) gehören laut sozialversicherung-kompetent.de folgende Artikel:

  • Handschuhe und Fingerlinge zum Einmalgebrauch,
  • Mundschutz,
  • Schutzschürzen (einmal oder mehrfach verwendbar),
  • Desinfektionsmittel (für Hände und Flächen),
  • saugende Bettschutzeinlagen für den einmaligen Gebrauch.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, auch von der Krankenkasse Hilfsmittel zu bekommen, die in der Pflege nützlich sind. Dazu gehören Gerätschaften, die Behinderungen oder Funktionsstörungen ausgleichen (z.B. Geh- oder Sehhilfen) oder die den Erfolg einer Krankenbehandlung unterstützen.

Wann genau habe ich Anspruch darauf?

Ihnen stehen Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu, wenn Sie eine Pflegestufen haben und von einer oder mehreren Privatpersonen gepflegt werden. Diese Regelung gilt seit Anfang 2013 auch für Menschen ohne Pflegestufe, aber mit eingeschränkten Alltagskompetenzen (umgangssprachlich oft „Pflegestufe 0“ genannt). Ob Sie zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft wohnen, ist dabei gleichgültig, nur bei einer stationären Unterbringung entfällt dieser Anspruch.
Die Verbrauchsprodukte werden bis zu einem Betrag von 40 Euro pro Monat übernommen, alle Beträge, die darüber liegen, müssen vom Versicherten selbst getragen werden.

Wo bekomme ich diese Hilfsmittel her?

Sie können die Verbrauchsartikel selbst im Sanitätshaus, einer Drogerie oder einer Apotheke kaufen und sich die Kosten erstatten lassen. Sie können diese Artikel auch an diesen Orten oder über eine externe Dienstleistungsfirma bestellen, dann werden die Kosten direkt mit der Kasse verrechnet. Externe Dienstleister finden Sie im Internet, zum Beispiel unter www.pflege-paket.de. Eine ärztliche Bescheinigung ist weder für den Kauf noch die Bestellung nötig, es muss jedoch bei der Pflegekasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

 

Quellen:

  1. Pflegehilfsmittel, zum Verbrauch bestimmt unter: http://sozialversicherung-kompetent.de/20090421228/pflegeversicherung/leistungsrecht-gpv/pflegehilfsmittel-zum-verbrauch-bestimmt (abgerufen am: 03.04.2014)
  2. Pflegehilfsmittel unter: http://www.dak.de/dak/leistungen/Pflegehilfsmittel-1079018.html (abgerufen am: 03.04.2014)
  3. Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege unter: http://www.kvberlin.de/20praxis/50verordnung/30hilfsmittel/infoblatt_pflegehilfsmittel.pdf (abgerufen am: 03.04.2014)
  4. Pflegehilfsmittel unter: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Pflegehilfsmittel-308.html (abgerufen am: 10.04.2014)