Gesetzliche vs. Private Pflegeversicherung

Wo liegen die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Jennifer Albrecht | 3. September 2014

Grundsätzlich unterscheiden sich die gesetzliche und die private Pflegeversicherung hinsichtlich Leistungen kaum. Hier und da gibt es jedoch einige Unterschiede, die direkte Auswirkungen auf den Versicherten haben.
Gesetzliche vs. Private Pflegeversicherung

Was ist besser? Die gesetzliche oder die private Pflegeversicherung? Wir haben beide genauer unter die Lupe genommen. | Foto: © iceteastock – Fotolia.com

Wer privat krankenversichert ist, muss auch Mitglied der privaten Pflegeversicherung werden. Die Leistungen, die im privaten Sektor erbracht werden, unterscheiden sich grundsätzlich kaum von denen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Das wurde entsprechend vom Gesetzgeber festgelegt. Jedoch gibt es einige Unterschiede bei der Festlegung des Beitragssatzes, der Art der Leistungserbringung und bei der Familienversicherung.

Die Versicherungstypen im Vergleich

Wir haben für Sie kurz zusammengefasst, was die beiden Versicherungstypen voneinander unterscheidet und was gleich ist.

Gesetzliche PV Private PV
Beitragsberechnung Der monatliche Beitrag entspricht 2,05% (bzw. 2,3% bei Kinderlosen) des Brutto-Gehalts. Der monatliche Beitrag wird abhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand bei Eintritt errechnet.
Beitragszahlung 50% des Beitrages werden vom Arbeitgeber übernommen.
(Ausnahme: In Sachsen sind es maximal 25%.)
Prüfung der Pflegebedürftigkeit Durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (= MDK). Durch den medizinischen Dienst der privaten Kasse (=  MEDICPROOF).
Art der Versorgung Grundversorgung, d.h. Leistungen werden bis zu einer bestimmten Höhe übernommen. Darüber hinausgehende Beträge müssen vom Versicherten gezahlt werden.
Art der Leistungen Geldleistung, Sachleistung, Kombinationsleistung Geldleistung, Kostenerstattungen, Kombinationsleistungen
Höhe der Leistungen Abhängig von der Pflegestufe.
Option Familienversicherung  Ja. Ja, bei arbeitslosen Jugendlichen bis 21 bzw. bei Studenten bis 25 Jahren.

Fazit:

Wer jung ist und ein gutes Einkommen hat, kann durchaus über den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung nachdenken. Ansonsten tut auch eine gesetzliche Pflegeversicherung ihren Dienst. Wer sich gern mehr absichern will, kann eine private Zusatzversicherung abschließen.

Quellen

  1. Gesetzliche Pflegeversicherung unter: http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/pflegeversicherung/gesetzliche-pflegeversicherung (abgerufen am 14.02.2014)
  2. Private Pflegeversicherung unter: http://www.pkv-private-krankenversicherung.net/pflegeversicherung/private-pflegeversicherung (abgerufen am 14.02.2014)
  3. Ratgeber zur Pflege. Alles, was Sie zur Pflege wissen müssen, Berlin, 2013, S. 9 – 17.