Arthrose

Wenn der Gelenkknorpel zerstört ist

Linda Ewaldt | 19. August 2014

Bei der Gelenkserkrankung Arthrose wird der schützende Knorpel zwischen zwei Gelenken durch die mechanische Reibung soweit geschädigt, dass er schließlich komplett zerstört ist.

Schmerzen beim Gehen und Einschränkungen im Bewegungsradius eines Gelenkes. Kommen Ihnen diese Symptome bekannt vor, leiden Sie möglicherweise unter Arthrose. Diese Verschleißerscheinung des Gelenkknorpels befällt besonders häufig Knie- und Hüftgelenke, da diese Gelenke im Alltag besonders stark belastet werden. Vor allem ältere Menschen über 60 Jahre sind von Arthrose betroffen.

Bei der Arthrose reduziert sich die Knorpelmasse zwischen den Knochen, so dass diese schließlich ungeschützt aufeinander reiben. Schmerzen sind die Folge und äußern sich zumeist in Form des Anlaufschmerzes, also dem Beginn einer Bewegung, und der Steifheit der Gelenke am Morgen.

Ist die Arthrose bereits weit fortgeschritten, hilft nur noch eine Operation, bei welcher der Gelenkknorpel durch einen künstlichen ersetzt wird. Dieser hält in der Regel 12-15 Jahre und muss danach operativ erneuert werden. Der operative Eingriff ist heutzutage eine Routineoperation, dennoch ist vor allem die Nachbehandlung für den Patienten langwierig.

Ursachen kennen bedeutet vorbeugen

Laut der Deutschen Arthrose-Hilfe e.V. liegt bei rund der Hälfte der Arthroseerkrankten die Ursache des Knorpelschadens in einer langjährigen Überbelastung. Zu den Gründen für eine Überbelastung gehört neben verschiedenen Sportarten (wie zum Beispiel Joggen oder Fußball) auch Übergewicht. Ist eine beginnende Arthrose festzustellen, so sollten Sie sich daher bemühen, gegebenenfalls Gewicht zu verlieren oder Ihr Idealgewicht zu halten.

Etwa 30% sind auf die Spätfolgen eines Unfalls zurückzuführen, die restlichen 20% haben eine Fehlstellung der Gelenke zur Ursache, die sich schon in früher Jugend bemerkbar machen kann.

Fakten zu Arthrose in aller Kürze

  • Arthrose ist nicht immer durch sich selbst bedingt, sie kann auch als Folgeerkrankung von Rheuma, Gicht und Diabetes mellitus auftreten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Menschen mit diesen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko haben, an Arthrose zu erkranken.
  • Frauen erkranken häufiger an Arthrose als Männer. Mediziner vermuten als Ursache hierfür die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren.
  • Arthrose wird in verschiedene Stadien eingeteilt, die sich an dem Grad der Knorpelschädigung und an der Beweglichkeit des Gelenkes orientieren. Wie schnell die Stadien ineinander übergehen hängt auch vom Lebenswandel des Patienten ab. Generell können von einer beginnenden Arthrose bis hin zur kompletten Auflösung des Gelenkknorpels mehrere Jahre vergehen.
  • Physiotherapie hilft, das Gelenk beweglich zu halten und damit für den Patienten längere Zeit nutzbar zu machen.
  • Kühlen lindert die Symptome. Außerdem entlasten speziell angefertigte Einlagen die Gelenke, wenn das Gehen zu schmerzhaft ist.
  • Wenig Bewegung wirkt bei Arthrose verschlimmernd. Bewegen Sie sich daher regelmäßig, um einer Versteifung der Gelenke vorzubeugen. Muskelaufbau in den betroffenen Regionen entlastet zudem das Gelenk.

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Quellen:

  1. Dr. med Weiland, Fabian: Arthrose, Gelenkverschleiß, unter: http://www.onmeda.de/krankheiten/arthrose-symptome-1544-5.html,  abgerufen am 31.01.2014
  2. Arthrose, unter: http://www.arthrose.de/arthrose/ursachen.html,  abgerufen am 31.01.2014.